
Der UN-Dekade-Projektwettbewerb
Projektwettbewerb
Das Bundesumweltministerium (BMUKN) und das Bundesamt für Naturschutz (BfN) zeichnen im Rahmen der UN-Dekade zur Wiederherstellung von Ökosystemen herausragende Projekte in Deutschland aus. Gesucht werden Projekte, die natürliche Lebensräume wiederherstellen, pflegen oder erhalten – und dabei andere Menschen zum Mitmachen motivieren.
Die ausgezeichneten Projekte gelten als Best-Practice-Beispiele und erhalten ein Qualitätssiegel. Es macht ihre Arbeit sichtbar und stärkt ihre öffentliche Anerkennung.
Aktuelle Bewerbungsrunde

In der aktuellen Bewerbungsrunde werden Projekte gesucht, die sich gezielt für den Schutz und die Förderung von Bestäuberpopulationen einsetzen. Bewerben können sich praxisnahe Vorhaben, die zeigen, wie Lebensräume für Wildbienen, Schmetterlinge und andere bestäubende Insekten erhalten, aufgewertet oder neu geschaffen werden können.
Bewerbungsschluss ist der 10. April 2026.
Zwei Projektkategorien - zwei Wege zum Schutz von Bestäuberpopulationen
Seit 2025 können sich neben klassischen Renaturierungsprojekten auch Vorhaben bewerben, die den Fokus stärker auf Kommunikation und gesellschaftliche Beteiligung legen. In beiden Kategorien – Renaturierung und Aktivierung – geht es darum, den Schutz und die Wiederherstellung von Bestäuberpopulationen aktiv voranzubringen. Die Projekte zeigen, wie Lebensräume für bestäubende Insekten geschaffen, verbessert und langfristig gesichert werden können.

In der Kategorie „Renaturierungsprojekte“ werden Projekte gesucht, die durch konkrete baulich-ökologische Maßnahmen Lebensräume für Bestäuber erhalten, aufwerten oder neu schaffen.
Beispiele sind:
- die Umwandlung eines versiegelten Schulhofs in eine bestäuberfreundliche Fläche mit Blühpflanzen, offenen Bodenstellen und Regenwasserrückhalt,
- die Entwicklung einer Brachfläche zu einem artenreichen Blüh- und Nahrungsraum mit standortheimischen Pflanzen,
- die naturnahe Umgestaltung von Grün- oder Gewässerrandbereichen zur Förderung von Bestäubern und ihrer Lebensräume.

In der Kategorie „Aktivierungsprojekte“ liegt der Schwerpunkt auf Kommunikation, Teilhabe und (Umwelt-)Bildung rund um den Schutz und die Förderung von Bestäubern. Die Projekte sprechen gezielt unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen an, vermitteln Wissen über die Bedeutung von Bestäubern und fördern gemeinsames Engagement für ihre Lebensräume. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Menschen für den Schutz von Bestäuberpopulationen gewonnen und zur aktiven Mitwirkung motiviert werden können.
Beispiele sind:
- ein Beteiligungsprojekt, bei dem Kinder und Jugendliche bestäuberfreundliche Flächen in ihrer Nachbarschaft gestalten,
- eine interaktive Ausstellung zur Bedeutung von Bestäubern und zu Möglichkeiten ihrer Förderung im Alltag,
- eine mehrsprachige Workshopreihe, in der Stadtbewohner*innen heimische Wildpflanzen kennenlernen, aussäen und pflegen.
FAQ ZUR BEWERBUNG
Bei weiteren Fragen steht Ihnen das UN-Dekade-Büro gerne zur Verfügung: buero@undekade-restoration.de
Wer kann sich bewerben?
Was ist bei der Projekteinreichung zu beachten?
Wie läuft die Auswahl ab?
Nach welchen Kriterien wird bewertet?
Für Renaturierungsprojekte
Relevanz für Ökosysteme
Das Projekt leistet einen nachvollziehbaren und fachlich plausiblen Beitrag zur Verbesserung von Ökosystemen. Es zielt darauf ab, biologische Vielfalt zu stärken, Lebensräume aufzuwerten und natürliche Prozesse zu unterstützen. Die Maßnahmen stehen in einem klaren Bezug zum Thema der aktuellen Wettbewerbsrunde und sind geeignet, positive ökologische Wirkungen zu entfalten.
Beitrag zum natürlichen Klimaschutz
Das Projekt berücksichtigt – ergänzend zu seinem Fokus auf Bestäuberpopulationen – Aspekte des natürlichen Klimaschutzes oder der natürlichen Klimaanpassung. Durch naturnahe Maßnahmen trägt es dazu bei, CO₂ zu binden, Wasser in der Fläche zu halten oder lokale Hitzebelastungen zu mildern. Im Vordergrund steht dabei nicht die maximale Klimawirkung, sondern die sinnvolle Verbindung von Bestäuberförderung mit klimaresilienten, ökosystembasierten Ansätzen (z. B. standortheimische, klimaresiliente Pflanzen, wasserrückhaltende Strukturen, Beschattung).
Multiplikationswirkung
Das Projekt erreicht eine breite Wirkung, indem es Menschen direkt anspricht und Veränderungen bewirken kann. Es dient als Beispiel, das andere nachahmen können, und nutzt das Internet oder Medien, um mehr Menschen zu erreichen.
Langfristigkeit
Das Projekt ist so geplant, dass es auch langfristig wirken kann. Es verfügt über ein nachvollziehbares Konzept zur Verstetigung, etwa durch gesicherte Zuständigkeiten, Eigenmittel, Kooperationen oder ehrenamtliches Engagement. Die Bewertung der Langfristigkeit erfolgt verhältnismäßig zur Größe, Reichweite und Ausstattung des Projekts. Auch einfache, informelle oder ehrenamtlich getragene Strukturen können eine hohe Langfristigkeit aufweisen, wenn sie für den jeweiligen Projektkontext tragfähig sind. Ein weiterer Fokus liegt auf der Erfolgsmessung: Projekte, die ihre Entwicklung beobachten, dokumentieren und bei Bedarf anpassen (z. B. durch einfaches Monitoring oder Citizen-Science-Ansätze).
Für Aktivierungsprojekte
Multiplikationswirkung
Das Projekt erreicht eine breite Wirkung, indem es Menschen direkt anspricht und Veränderungen bewirken kann. Es dient als Beispiel, das andere nachahmen können, und nutzt das Internet oder Medien, um mehr Menschen zu erreichen.
Teilhabemöglichkeiten der Zielgruppen
Das Projekt ermöglicht Menschen, aktiv mitzuwirken. Es benennt konkrete Zielgruppen, die angesprochen werden sollen (z. B. Anwohnende, Kinder und Jugendliche, Menschen mit wenig Naturzugang, bestimmte Organisationen oder Initiativen). Im Mittelpunkt steht, wie Beteiligung praktisch ermöglicht wird – etwa durch Mitmachaktionen, gemeinsames Bauen, Beobachten oder Gestalten.
Relevanz für Ökosysteme
Das Projekt leistet einen nachvollziehbaren und fachlich plausiblen Beitrag zur Verbesserung von Ökosystemen. Es zielt darauf ab, biologische Vielfalt zu stärken, Lebensräume aufzuwerten und natürliche Prozesse zu unterstützen. Die Maßnahmen stehen in einem klaren Bezug zum Thema der aktuellen Wettbewerbsrunde und sind geeignet, positive ökologische Wirkungen zu entfalten.
Langfristigkeit
Das Projekt ist so geplant, dass es auch langfristig wirken kann. Es verfügt über ein nachvollziehbares Konzept zur Verstetigung, etwa durch gesicherte Zuständigkeiten, Eigenmittel, Kooperationen oder ehrenamtliches Engagement.
Gewinner des Projektwettbewerbs 2025

Die Gewinnerprojekte stehen fest
Wie können unsere Städte lebenswerter, klimaangepasster und naturnäher gestaltet werden? Diese Fragen standen im Fokus der vergangenen Bewerbungsrunde. Denn: Stadtnatur ist ein Ökosystem mit enormem Zukunftspotenzial, das ökologische Prozesse, soziale Bedürfnisse und klimatische Anforderungen verbindet. Erstmals konnten sich in dieser Wettbewerbungsrunde neben klassischen Renaturierungsprojekten auch Initiativen bewerben, die stärker auf Kommunikation, Bildung und gesellschaftliche Beteiligung setzen.
Die sechsköpfige Fachjury hat nun die Gewinnerprojekte ausgewählt.
Per Klick erfahren Sie mehr über das jeweilige Projekt.
Top-3-Projekte in der Kategorie Renaturierung:
TOP-3-Projekte in der Kategorie Aktivierung:
Alle sechs Projekte zeigen auf herausragende Weise, wie Wiederherstellung und Förderung von Stadtnatur gemeinsam mit den Menschen vor Ort gelingt.
Wir gratulieren allen Gewinnerprojekten herzlich zur Auszeichnung!
Vergangene Bewerbungsrunden
Stadtnatur
Städte sind Lebensraum für Menschen und Natur zugleich. Projekte der UN-Dekade zeigen, wie Grünflächen, Dächer, Fassaden und urbane Gewässer ökologisch aufgewertet werden können – für mehr Artenvielfalt, ein besseres Stadtklima und höhere Lebensqualität.
Kultur- und Agrarwissenschaften
Nachhaltige Nutzung erhält unsere artenreichen Agrarlandschaften. Die UN-Dekade macht gute Praxis sichtbar – von extensiver Weidewirtschaft bis zum Schutz von Streuobstwiesen und Hecken.
Wälder
Wälder sind Lebensraum, Klimaschützer und Wasserspeicher zugleich. Projekte der UN-Dekade zeigen, wie Waldökosysteme gestärkt, renaturiert und widerstandsfähiger gegenüber dem Klimawandel gemacht werden können.
Moore und Feuchtgebiete
Intakte Moore binden große Mengen CO₂ und sichern seltene Lebensräume. Die UN-Dekade fördert Projekte zur Wiedervernässung und ökologischen Aufwertung degradierter Moorflächen.
Gewässer und Auen
Naturnahe Flüsse, Seen und Auen fördern Artenvielfalt und schützen vor Hochwasser. Die UN-Dekade unterstützt Maßnahmen zur Wiederherstellung dynamischer Gewässerlandschaften in ganz Deutschland.
Meere und Küsten
Naturnahe Flüsse, Seen und Auen fördern Artenvielfalt und schützen vor Hochwasser. Die UN-Dekade unterstützt Maßnahmen zur Wiederherstellung dynamischer Gewässerlandschaften in ganz Deutschland.
Vergangene Jahresprojekte
Aus allen ausgezeichneten Projekten eines Jahres wird ein Projekt des Jahres gewählt. Die Entscheidung fällt durch eine öffentliche Online-Abstimmung auf der Website der UN-Dekade – jede*r kann mitmachen und für sein Lieblingsprojekt abstimmen.
Bisherige Gewinnerprojekte:


